Eigentlich hatte ich schon eher vor meine Bewertung zur
BronyFair 2015 abzugeben, aber weil das Wochenende doch sehr anstrengend war und auch die Arbeit direkt am Montag wieder angefangen hat, komme ich erst jetzt dazu. Mein Review ist thematisch sortiert und enthält sowohl negative, aber hauptsächlich positive Kritik. Ich habe dabei einige Verbesserungsvorschläge, denn obwohl die
BronyFair ja schon echt toll war – zu verbessern gibt es immer etwas.
Programm:
Ein interessantes Programm ist meiner Meinung nach für jede Con ganz besonders wichtig, denn alte MLP-Folgen gucken oder nur mit anderen quatschen kann man auch daheim oder auf jedem
Brony-Meetup. Ich finde, dass ihr mit der
BronyFair, gerade dafür, dass sie das erste Mal stattgefunden hat, ein ausgesprochen abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt habt. Der Zeitplan hat eigentlich etwas anderes vermuten lassen: dass zu viel Leerlauf wäre und man sich langweilen würde. Diese Befürchtung konnte sich aber meist nicht bestätigen, denn ich hatte (fast) immer Spaß auf der Con und es gab auch (fast) immer etwas zu tun.
Zu nennen wäre bei dem vielfältigen Programm schon mal das „Muuurica“-Panel mit ACRacebest, das dann schon eher zu einem German-Panel wurde. Die für mich mit weitem Abstand beste und unterhaltsamste Vorführung auf der
BronyFair. Eigentlich kannte ich ACRacebest vorher nicht und dachte erst nur „Ach nö, noch son langweiliger YouTuber“, aber nein, der Typ hat absolute Showqualitäten. Ein paar Leute hier haben gesagt, dass sie rückblickend betrachtet fühlen mit dem Nichtbesuch von ACRacebests Panel etwas verpasst zu haben. Das tut mir jetzt zwar leid, aber ja, ihr habt da echt etwas verpasst. Nämlich das Show-Highlight der ganzen Con.
Nett war auch "Writing for Ponies 101" mit G. M. Berrow, die ein wenig über ihre Arbeit und das Schreiben von MLP-Geschichten erzählt hat. Ich finde aber, aber das Panels der amerikanischen Stars, gerade wenn es um die Vorstellung neuer Bücher etc. geht, einen zu hohen Werbecharakter aufweisen. Deswegen war dieses Panel nur einigermaßen interessant für mich.
Gute Arbeit haben aber auch die Jungs vom Fanfiction-Panel, vom MLP-Art-Workshop und vom Skulpturen-Selbstbaukurs sowie anderen Panels gemacht. Die Dashlinux-Vorstellung, den Cosplay-Contest und Blackys Cocktailschule konnte ich vor allem aus zeitlichen Gründen nicht besuchen und kann diese somit nicht bewerten. Was ich aber mitbekommen habe war, dass beim Cosplay-Wettbewerb leider nur wenige Teilnehmer mitgemacht haben sollen. Ich persönlich würde aber Cosplay als festen Programmpunkt auch nächstes Jahr wieder sehen wollen, weil Cosplay gehört bei einer Con einfach dazu.
Das einzige Panel, das mich nicht überzeugen konnte, war „A&R on YouTube“ von und mit AnYPony und Berlin
BronyAndy. Nichts gegen die zwei, scheinen echt sympathische Kerle zu sein, aber das Panel war mir dann doch zu viel Selbstdarstellung und zu wenig Inhalt, und habe aus diesem Grund das Panel auch vorzeitig verlassen. Es ist jedoch sehr cool, dass die
BronyFair eine Plattform insbesondere auch für deutsche „MLP-Stars“ bietet. Bitte unbedingt so beibehalten. Genauso wie bei den amerikanischen Gästen. Aber die
BronyFair ist eine Veranstaltung von und für die Community, hier in Deutschland, und da müssen deutsche Gäste einfach sein. Ich hätte aber auch nichts dagegen, wenn Gäste aus anderen europäischen Ländern vermehrt eingeladen würden, selbst z. B. von Synchrofassungen, die ich nicht sehe. Warum auch nicht!
Wenig bis gar nicht gefallen hat mir die Disko von JayB. Schon sinnig irgendwie die Songs, die gewünscht wurden, auf die schwächste Zeit zu legen und nicht am „Schluss“ so ab 22 Uhr, wo alle heiß sind. Nein, JayB bleibt, wie zu erwarten, bei seinen unbekannten Eigenmixes, zu denen dann - relativ gesehen - keiner tanzen mag. Die Disko war also für mich der schwächste Part des gesamten Programms.
Die IPC:
Noch einmal zum Programm, und zwar zur IPC, der Iron Pony Competition. Meine Bedenken vorher schwankten zwischen „Was soll das eigentlich sein?“ und „Reicht das aus?“. Ja, es hat ausgereicht, denn mit der IPC gab es immer etwas zu tun auf der
BronyFair. Hätte ich nicht gedacht. Alle Spiele waren lustig und haben Spaß gemacht.
Hufeisenwerfen: Klar, dieses Spiel MUSS einfach sein. Hufeisen sollten aus 2-3 Meter Entfernung so nah wie möglich an einen im Boden verankerten Pfahl geworfen werden. Klingt einfach, ist es aber nicht, und viele Leute hatten ein Problem hier überhaupt einen Treffer zu landen. Ich fand, dass die vorgegebene Wurftechnik des flach in der Hand liegenden Hufeisens von unten nach oben übertrieben schwierig war. Es war so fast unmöglich mit einer gewissen Präzision zu werfen, weil das Hufeisen meist weit vom Boden abgeprallt ist und es reine Glückssache war, ob es in der Nähe des Pfahls zu liegen kommt.
Maßkrugstemmen: 7,5 Minuten für 10 Punkte, also die volle Punktzahl, musste ein Maßkrug (eigentlich nur ein „Seidla“ mit 500 ml bzw. 500 g in Glasperlen-Form) mit horizontal ausgestrecktem Arm gehalten werden. Das ist viel schwieriger als man denkt und war für viele eine echte Herausforderung, was auch gut ist. Aber es war zu schaffen, da man mehrere Versuche hatte.
Küken balancieren: Auch als Eierlauf bekannt. Hier kommt es darauf an ein auf einem Löffel stehendes Plüsch-Küken so schnell wie möglich über mehrere Hindernisse hinweg vom Start ins Ziel zu bringen. Das fand ich sehr cool, weil hier Genauigkeit mit Schnelligkeit kombiniert werden musste.
Tauziehen: In meinem Fall zwei Teams: Team Deutschland mit BerryPout, Starwing und meiner Wenigkeit gegen Team Österreich unter Leitung von Zwielicht Funkel. Da dachten wir doch glatt, die drei Federgewichte ziehen wir ohne mit der Wimper zu zucken über die Linie. Falsch gedacht! Die Jungs haben sich so verdammt gut geschlagen, das haben wir im ersten Moment so nicht geahnt. Letztendlich musste Österreich sich dann doch geschlagen geben. Ätsch!
Slalomflug: Irgendwie waren alle Spiele viel schwieriger als sie ausgesehen haben. So auch der Slalomflug. Obwohl ich eigentlich nicht unsportlich bin, war dieses kurze Wettrennen gegen die Uhr herausfordernd.
Apfeltauchen: Geil, das wollte ich eh schon immer mal machen. Leider sah im Laufe des Samstag das Wasser doch recht unappetitlich aus, weswegen ich zu dieser Station direkt am Sonntagmorgen gegangen bin. Leckere Äpfel, aber ohne den Kopf wirklich komplett unterzutauchen geht da gar nichts. Eine erfrischende Angelegenheit!
Spinnenzielwurf: Der Spinnenzielwurf war ein vergleichsweise einfaches Spiel, das trotzdem Spaß gemacht hat. Und die Ponys spielen das ja auch sehr gerne.
Wettessen: Ich mag Essen. Aber iss (eher „friss“) mal 10 Salzstangen in unter 20 Sekunden! Da vergeht dir mit der Zeit der Appetit. Ein Wahnsinnsspiel, das einem alles abverlangt hat. Trotz Übungsrunden und einigen Versuchen war meine Bestzeit letztendlich 30 Sekunden (und damit 0 Punkte). Bei anderen wurde dann alles versucht, von Salzstangen in Pulverform zerstoßen bis hin zu kollektiv Speichel sammeln (wie lecker). Die Bestzeit lag wohl bei unter 10 Sekunden, wie ich gehört habe. Junge, du verdienst Respekt!
Hau den Lukas: Ja gut, dieses Ding vom Jahrmarktplatz. Ich mags nicht, habe da immer Angst daneben zu hauen, und dann wird das mit der Schlagtechnik schon mal nix. Was solls, was getan werden muss, das muss getan werden.
Jetzt komme ich mal zu einigen negativen Punkten: Die IPC war zwar geil, aber die Umsetzung bzw. Regelanwendung je nach Helfer uneinheitlich. So war es, dass z. B. beim Hufeisenwerfen teilweise andere Wurftechniken als die oben beschriebene gestattet wurden, was die Treffsicherheit deutlich verändert hat. Beim Spinnenwurf war die Punktevergabe völlig undurchsichtig. Irgendwie hat das jeder Helfer anders gehandhabt, dabei wäre es doch so einfach gewesen: 3 x 3 Würfe für maximal 9 Punkte, wenn man 9 Punkte hat, dann gibt es 1 Bonuspunkt für insgesamt 10 Punkte. Ich weiß da ehrlich gesagt nicht, was gerade bei diesem Spiel so falsch gelaufen ist. Eine Sache zum Tauziehen: Keine Kritik, aber irgendwie war der Platz da am Rande des Raums zwischen Säule und Geländer eher suboptimal, weil nicht ganz ungefährlich. Bitte beim Apfeltauchen das Wasser öfter wechseln.
Ganz am Schluss der
BronyFair, nämlich bei der Siegerehrung, habe ich erfahren, dass auch Teamspiele möglich gewesen wären. Mein ursprünglich eingeplanter Teampartner wusste davon ebenso wenig, und das fanden wir beide sehr schade. Und das Teamgame beim Tauziehen war reines just-for-fun, weil die Spieleranzahl das so spontan hergegeben hat. Auf Nachfrage bei einem Helfer am Anfang wurde mir versichert, dass es keine Teamspiele geben würde. Viele Spiele hätten sich halt sehr gut in Teamwork spielen lassen, z. B. in Form eines Staffellaufs und ähnliches. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass ihr die IPC weiter ausbaut und teamfähiger macht.
Vom Flaghunt-Spiel habe ich erst gar nichts mitbekommen. Wie ging das? Und war das überhaupt Teil der IPC? Gab es darauf Punkte? Ich weiß nicht, wo oder wann einem das erklärt wurde, aber man wurde auf dieses Spiel wohl nicht mal aufmerksam gemacht. Im Conguide steht hierzu nichts. Genauso verhält es sich mit „Write a letter to Princess Unity“. In diesen Fällen wäre eine bessere Kommunikation schön gewesen. Bei der IPC ging es für mich immer um den Spaß, deswegen kann ich über eine etwas inkonsequente Punktevergabe bzw. Regelumsetzung hinwegsehen. Es gab jedoch auch Leute, die sich richtig ins Zeug gelegt haben, um auf jeden Fall zu gewinnen. Diese Leute hatten da das Nachsehen.
Für nachfolgende
BronyFairs wäre es wichtig, nicht die exakt gleichen Spiele zu machen, sondern für Abwechslung zu sorgen.
Catering:
Das hauseigene Essen auf Messen, Cons und Konzerten ist immer so eine Sache, weil oft überteuert und von zweifelhafter Qualität. Nicht so bei der
BronyFair. Die Küche war zwar, anscheinend auf Grund technischer Probleme oder schlechter Ausstattung, nicht die schnellste, das Essen war aber gut und schmackhaft, und in keinem Fall überteuert. Wirklich hübsch war die namentliche Ponyfizierung der Speisen. So gab es Carrot Dogs und Hayburger mit Hayfries. Wie süß! Gibts vielleicht die Chance auf ein Gänseblümchensandwich nächstes Jahr? Auch die Getränkepreise waren mehr als
fair.
Das Maid-/Cosplaycafé von „Straw'n'Berries“ war das beste, auf dem ich bisher war. Die Mädels in ihren Cosplays waren nett und gastfreundlich, und auch das Essen (leckere Kuchen, Muffins etc.) war echt gut und preiswert. Ich bin eh ein Fan von Rainbow-Cake.
Wer bei den angebotenen Dingen partout nichts gefunden hat, der konnte in der Umgebung problemlos günstig einkaufen. Es gab da einen Netto und andere Läden in unmittelbarer Nähe zum Con-Zentrum.
Convention-Gelände und Aufmachung:
Die Aufmachung der ganzen Con war ein im Vorfeld sehr wichtiges und vieldiskutiertes Thema, da dem Team die Idee sehr wichtig war die
BronyFair entsprechend zu dekorieren und mit aus der Serie inspirierten Elementen zu schmücken. Ich kann mich noch an ein Gespräch mit Evangelion vor 1,5 Jahren erinnern, in der er mir in Feuer und Flamme von den Plänen berichtet hat, dass man plant die Con so auszustatten, dass man sich wie in Equestria fühlen würde. Nun, habe ich mich am Con-Wochenende wie in Equestria gefühlt? Na ja, um ehrlich zu sein, eigentlich nicht – oder nur in Ansätzen. Ich denke, solch ein Anspruch ist auch zu hoch gegriffen und wäre nur mit sehr viel Geld zu erreichen, z. B. indem man Orte aus Equestria wirklich detailgetreu nachbaut. Man hatte auf der
BronyFair jetzt auch keine der versprochenen 3D-Pappaufsteller, aber in dem verwinkelten Gebäude haben sich die riesigen Banner, die überall aufgehängt waren, eh viel besser gemacht. Einen Riesenrespekt an den Ersteller! Was muss das für eine Arbeit gewesen sein! Ich bin so oft vor diesen Bannern stehen geblieben, und mich zumindest so ein bisschen nach Equestria geträumt. So war z. B. das Canterlot-Banner in genau der richtigen Größe und Perspektive, und es schien, als könnte man dort einfach hineinlaufen - schlechte Idee, dahinter war nämlich (leider) nur eine Wand.
![Wink Wink]()
In der Hinsicht habt ihr ganz hervorragende Arbeit geleistet. Wie schade fand ich es da zu sehen, wie viele Bronies an den Bannern, diese nichtbeachtend, vorbeigegangen sind. Schade ist es nur, dass der Spa-Bereich ersatzlos gestrichen wurde, denn darauf hatte ich mich am meisten gefreut. Bitte für 2016 unbedingt einplanen!
Zu dem Gebäude an sich wurde ja schon einiges geschrieben. Auch ich empfand das Fontane-Haus als zu verwinkelt und unübersichtlich. Okay, beim zweiten Mal würde man sich dann schon auskennen, aber die Ausschilderung dieses Jahr von Panels etc. war einfach unzureichend. Ich habe deswegen die Signing Session auch knapp verpasst, weil der Raum irgendwie zu versteckt war. Das Con-Haus war allerdings um das Gelände des Märkischen Zentrums bestens mit Läden und Restaurants ausgestattet. Samstagabend habe ich zusammen mit Starfox, Riko, Fabr0ny, Justice und Gray sehr gut italienisch gegessen. Die Lage ist also top.
Schön war auch, dass die CCG-Spieler einen eigenen Bereich hatten und dadurch voll auf ihre Kosten kommen konnten. Von der Chillout-Area habe ich wenig mitbekommen, ich fand den Raum zwar hübsch dekoriert, aber zu klein und zu umständlich zu finden, und bin dann lieber mal raus, um so wie viele andere Bronies das schöne Wetter zu genießen. Sicherlich hat das Wetter dazu beigetragen, dass die Chillout-Area insgesamt nur schwach frequentiert war.
Händler:
Der Händlerraum hatte eine ganz besondere Atmosphäre für mich. Schwer zu beschreiben. Es hat sich nicht so kommerziell angefühlt, obwohl die Preise teilweise (vor allem der Plüschies) nicht ohne waren. Es hat Spaß gemacht herumzugehen, zu stöbern und ein bisschen mit den Händlern zu plaudern. Insgesamt war die Auswahl hervorragend. Ich denke, da hat jeder etwas gefunden.
Erwähnenswert ist natürlich der Bronies.de-Stand, wodurch mit der
BronyFair 2015 zum ersten Mal auch unser Forum merchandisetechnisch auf einer Con vertreten war. Am Bronies.de-Stand habe ich mich sehr oft aufgehalten, weil da die coolsten Leute waren, und weil ich mich mit offiziellem Merch von Bronies.de eindecken konnte. Und natürlich war man in unmittelbarer Nähe zu zunt, bei dessen Tombola ich doch glatt ein Plüschie gewonnen habe. Vielen Dank dafür, zunt. Nur schade, dass es wohl keine weiteren Folgen Fabr0ny-TV geben wird.
![Wink Wink]()
Bei AssasinMonkey konnte ich mir eine Reihe von Postern für einen
fairen Preis sichern. Was für unglaubliche Artworks, der Junge hats echt drauf.
Ich empfand entgegen vieler anderer Leute die Vendorhall übrigens nicht zu klein. Klar, gerade am Anfang hat man schon einen Riesenandrang. Aber den hat man bei jeder Con. Über die zwei Tage haben sich die Besucher doch gut verteilt, und es war immer etwas los, ohne überfüllt zu sein. Es bringt ja auch nichts, wenn der Händlerraum wie ausgestorben erscheint. Da macht dann auch Einkaufen keinen Spaß. Nichtsdestotrotz müsste man in Zukunft, wenn noch mehr Vendors verkaufen, die Halle erweitern, sonst würde es dann doch zu voll werden.
Zeitplan und Nachprogramm:
Der Zeitplan ist bei Cons ja immer so eine Sache. Oft kommt es zu Verschiebungen, plötzlichen Absagen von Gästen, Ausfällen von Panels und ähnlichem. Hier hat die
BronyFair ihre Sache echt gut gemacht. Wie schon geschrieben konnte man allzeit etwas machen, anschauen, kaufen usw. Keine Langeweile, keine Leerläufe.
Nur die
Brony Awards waren vielleicht etwas zu lang. Die
Brony Awards, ok, jetzt wird man mich vielleicht hauen, aber ich fand diese alleine durch die skurrile Präsentation von Selbstdarsteller Ted streckenweise durchaus unterhaltsam. Teds darstellerischer Höhepunkt war sicher die Mitte, die an eine BDSM-Session erinnert hat, und bei der er kräftig Sprayfarbe versprühen durfte, deren Gestank sich irgendwann auch bei uns in den hinteren Reihen breitgemacht hat (uncool). Zu lang empfand ich die
Brony Awards aber nicht, nur etwas planlos umgesetzt, weil die Impro nicht so ganz funktioniert nicht.
Die Charity-Auction war lustig, und man denkt vorher eigentlich, „ach, das ist so lang, da bleib ich diesmal nicht so lange“, aber irgendwie bleibt man dann doch, weil es einfach Spaß macht. Kann aber auch an Perry liegen. Charity Auction = Perry. Das gehört zu deutschen MLP-Cons einfach dazu. Und die signierte Fanta muss sein. Die Charity-Auktion war nicht nur unterhaltsam (das Banner bekamen die Swissbronies diesmal nicht, ätsch!
![Wink Wink]()
), sondern damit direkt etwas vor Ort durch Straßenkinder e.V. erreichen zu können, ist sehr löblich!
Da sich die Abschlussfeierlichkeiten hingezogen haben, habe ich leider die Closing Ceremony verpasst, weil ich da schon weg musste. Aber gut, man kann nicht alles haben.
Helfer:
Alle Helfer waren durch ihre orangefarbenen Shirts gut zu erkennen und irgendein Helfer war auch immer in Sichtreichweite. Auch freundlich und hilfsbereit, mal abgesehen von einem Helfer, der ein sehr patziges und unfreundliches Verhalten an den Tag gelegt hat, aber der Kerl war schon immer so. Und hilfsbereit waren die Helfer schon, aber auch etwas planlos. Ein „Öh, keine Ahnung wo das ist, guck mal oben“ habe ich auch mehrmals zu hören bekommen. Nicht so toll, denn das Gelände war wie gesagt etwas verwirrend. Als ich Samstagabend noch einmal in den schon abgeschlossenen Dealerraum musste, weil ich dort etwas vergessen hatte, wollte ein Helfer zwar einen Verantwortlichen holen, was aber leider nie geschehen ist und der Helfer spurlos verschwand, und ich umsonst warten musste. Nicht so schlimm, weil keine große Sache gewesen, aber war diese Aufgabe zu dem Zeitpunkt am frühen Samstagabend schon ein unmögliches Unterfangen? Ich fände es daher gut, wenn die
BronyFair die Helfer beim nächsten Mal ein bisschen besser vorbereiten würde, auch bessere Kommunikation untereinander wäre nicht schlecht.
Rest:
Zum Zeitpunkt der
BronyFair lief am Samstag ja auch die neue MLP-Folge 5x03, „Castle Sweet Castle“, an. Ich weiß, dass die
BronyFair aus Copyright-Gründen die Folge offiziell nicht zeigen durfte. Vielleicht ist es aber so, wenn die
BronyFair erstmal größer und etablierter geworden ist, irgendwann doch möglich diesen Service anbieten zu können, z. B. auf der großen Leinwand in der Mainhall.
Ein Lob verdient das Team für die Communityarbeit im Forum von Bronies.de. Das Versprechen communitynäher zu sein wurde eingehalten. Trotzdem wäre es schön, wenn die Website in Zukunft noch informativer wäre. Die Kommunikation über Facebook und Twitter muss aber echt noch besser werden. Warum es über letztere Medien keine werbewirksamen Live-Berichte gab, bleibt mir ein Rätsel.
Persönliches Fazit:
Sollte geil werden – ist geil geworden. So könnte man die
BronyFair 2015, die erste
Brony-Con in Berlin, zusammenfassen. Eine wunderschöne Veranstaltung, die viel Spaß gemacht hat, und bei der im Großen und Ganzen alles geklappt hat. Das ist für eine Con-Prämiere keine Selbstverständlichkeit. Für mich hat sich die
BronyFair 2015 ein wenig wie meine allererste
Brony-Con, die GalaCon 2012, angefühlt. So ein kleines bisschen zumindest. Ein unbezahlbares Gefühl. Alleine dafür könnte ich euch küssen!
Mein Dank gehört daher allen Besuchern, Gästen/VIPs und vor allem dem Team, die diese Veranstaltung möglich gemacht hat. Wenn ihr plant, einstmals wieder eine
BronyFair zu veranstalten, ich wäre ganz sicher wieder dabei! Bitte behaltet auch eure Dekoambitionen und die IPC bei. Gerade letztere ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal und hat die
BronyFair wahrlich zu einer
Fair gemacht.
PS: Dieses Review werde ich demnächst auch noch separat auf meine Website stellen und mit vielen Fotos bebildern.