(25.04.2012)DaS BaDOS schrieb: Ich werd mich mal umgucken...
Was... genau macht denn ein Kompressor? xD
Von der Zuhörerseite aus betrachtet macht ein Kompressor den Sound geil
Technisch betrachtet nimmt er sich das Signal und verkleinert den Dynamikbereich, sprich er verkleinert die Differenz zwischen leisen und lauten Signalen. Dabei hast du die Möglichkeit zu sagen, wie schnell er reagieren soll, wie schnell er wieder von lauten Signalen loslassen soll, wie weich er reagieren soll etc...
Hier ein Auszug aus einem recht leicht verständlichen Text zu der Materie:
Dies erhöht den Durchschnittspegel und verringert die Dynamik eines Musikstückes. Eine Erhöhung des durchschnittlichen Pegels führt automatisch zu einer subjektiv empfundenen höheren Lautstärke. Man spricht hier von Lautheit. Das komprimierte Musikstück klingt für den Hörer also subjektiv insgesamt lauter, aufdringlicher und druckvoller. Popmusik wird generell mit einem Kompressor bearbeitet. Auch Radioübertragungen müssen mit einem Kompressor bearbeitet werden, damit auch billige Kofferradios die Musik und die Sprache noch gut wiedergeben können. Abgesehen davon ist es aus der Psychologie bekannt, dass die subjektiv als am lautesten empfundene Radiostation und auch Fernsehstation vom Hörer gewählt wird. Ich empfehle hier, einmal die öffentlich rechtlichen Kultur- Radiostationen ("Klassik-Sender") mit einer x-beliebigen Pop-Radiostation zu vergleichen. Letztere komprimieren deutlich stärker und klingen subjektiv lauter wegen einer höheren Durchschnittslautstärke.
Leider gibt es viel zu viele Musik-CDs und Radioübertragungen, die als negatives Beispiel der Kompressorverwendung herhalten können. Verständlich ist es ja, dass bei aufdringlichen Musikstilen wie Heavy Metall oder Grunge eine möglichst hohe (vom Hörer empfundene) Lautheit der Abmischung erreicht werden soll. Leider sind die Kompressoren aber so verwendet, dass den Musikaufnahmen bis auf einen kläglichen Rest von vielleicht 5 Dezibel (dB) fast die komplette Dynamik fehlt. Ein Vollblutmusiker muss dabei erschaudern. Hier auch ein passender bekannter Musikerwitz
Keyboarder zum Gitarristen:"Spiel doch mal mit mehr Dynamik!" Gitarrist:"Ich kann nicht lauter!"
Also bitte, der Kompressor ist wichtig. Er ist das Salz in der Suppe. Man kann die Suppe aber auch versalzen!
Und hier die Einstellmöglichkeiten für Kompressoren:
Erklärung der Einstellungsmöglichkeiten:
Threshold: (=Schwellenwert) Überschreitet der Pegel des Musikstücks diesen eingestellten Schwellenwert, setzt der Kompressor ein und verringert den Pegel.
Ratio: (=Verhältnis) Um dieses Verhältnis wird die Lautstärke verringert. Verhältnis 1:2 = Steigt über den Schwellenwert der Pegel um 2dB, gibt der Kompressor nur noch ein um 1 dB lauteres Signal aus.
Input: (=Eingang) Einstellungsmöglichkeit für den Eingangspegel vor der Kompression
Output: (=Ausgang) Pegel nach der Kompression.
Attack: (=Anschlag) Geschwindigkeit mit der der Kompressor nach Überschreiten des Schwellenwertes (s.o.) einsetzt. Üblicherweise liegt dieser Wert zwischen 0 Sekunden und 100 Millisekunden. Vorsicht bei sehr kurzen Anschlagszeiten!! Beginnt ein Kompressor sofort mit der Kompression kann es sein, dass die Bassanteile in einem Musikstück verzerrt klingen.
Release: (=Loslassen) Geschwindigkeit mit der der Kompressor nach Unterschreiten des Schwellenwertes aufhört, die Lautstärke zu verringern. Üblicherweise liegt dieser Wert zwischen 0 Sekunden und 3 Sekunden.
Knee: (=Knie) Regelt den Lautstärkeknick bei Einsetzen der Kompression. Man kann einstellen, dass der Kompressor sofort bei Überschreiten des Schwellenwertes die Lautstärke der Musik verringert (hard knee, hartes Knie). Oder aber man stellt ein, dass der Kompressor mit zunehmendem Maße die Lautstärke verringert (soft knee, weiches Knie). Andere Kompressoren zeigen dies auch sehr schön grafisch an. Den Lautstärkeknick, also das Knie kann man beim GVST „G Comp“ Kompressor über den Softness-Parameter einstellen.
Der Blockfish ist in Ordnung, mit dem bin ich immer gut gefahren

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